Siemens erhält Aufträge für Lieferung, Montage und Service von 67 Sechs-Megawatt-Turbinen für das Offshore-Windprojekt Dudgeon. Auftraggeber und Betreiber des Projekts mit rund 400 Megawatt Leistung ist der norwegische Förderkonzern Statoil. Anfang 2017 soll Siemens die ersten Turbinen installieren, das erwartete Auftragsvolumen liegt insgesamt bei rund 620 Millionen Euro. 

Voraussetzung für das Geschäft ist die finale Investitionsentscheidung für den Offshore-Windpark, die im Herbst fallen soll. „Der neue Turbinen-Auftrag wird den planmäßigen Fortschritt im Dudgeon-Projekt bis zur Inbetriebnahme absichern“, sagt Siri Espedal Kindem, Senior-Vizepräsidentin von Statoil Renewable Energy. 

Kindem verspricht sich von den neuen, großen Siemens-Turbinen einen entscheidenden Vorteil, um die Kosten der noch sehr teuren Offshore-Windenergie zu senken. Schließlich kommen Offshore-Parks mit großen Turbinen für die gleiche Gesamtleistung mit weniger Fundamenten und Türmen aus. 

Dudgeon im britischen Norfolk ist das zweite kommerzielle Offshore-Windprojekt des norwegischen Öl- und Gasriesen Statoil, nach der Offshore-Windfarm Sheringham Shoal. In Betrieb soll die Anlage 400.000 Haushalte mit Strom versorgen. 

 
Sheringham Shoal Windfarm vom norwegische Öl- und Gasförderer Statoil (Statoil)