Stellenabbau
19.09.2012

Siemens entlässt Mitarbeiter in den USA

Siemens
Auch die Maschinenhaus-Produktion in Kansas ist vom Stellenabbau betroffen.

Die Flaute in der US-Windbranche bekommt auch Siemens zu spüren. Nach Auftragsrückgängen streicht das Unternehmen 615 Stellen.

Mehr als 400 Mitarbeiter der 2006 errichteten Rotorblatt-Fabrik in Fort Madison (Iowa) müssen gehen. Betroffen sind außerdem die Produktionsstätte für Maschinenhäuser in Kansas sowie die Verwaltung und der Außendienst. Als Grund für den Stellenabbau gelten das Auslaufen der Steuervergünstigungen für die US-Windenergie und die wachsende Konkurrenz durch Gaskraftwerke. „Die ganze Branche verzeichnet derzeit einen massiven Auftragseinbruch“, heißt es in einer internen Mitteilung an die Siemens-Mitarbeiter, die der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegt. Und weiter: „Das bleibt unglücklicherweise nicht ohne Auswirkungen auf die Arbeitsplätze.“

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Der Betrieb der Anlagen wird dennoch fortgesetzt. „Siemens bleibt in der US-Windindustrie weiter engagiert“, erklärt eine Sprecherin gegenüber BIZZ energy today. „Mit der Neustrukturierung soll das Geschäft gestützt werden, bis sich die Nachfrage mittelfristig wieder normalisiert.“ Rund 77 Millionen Euro hat der Konzern in den vergangenen fünf Jahren in die US-Standorte investiert.

Doch während die Windenergie unter dem Boom beim Schiefergas zu leiden hat, profitieren andere Konzernsparten. So vermeldete Siemens an dem Tag, an dem die Stellenkürzungen publik wurden, einen 230-Millionen-Euro-Auftrag für den Bau eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks in Texas.

Daniel Seeger
Keywords:
Windenergie | USA
Ressorts:
Markets

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