Der Vorstandsvorsitzende des Münchner Siemens-Konzerns, Joe Kaeser, hat am Wochenende dem Alstom-Vorstand „Gesprächsbereitschaft über strategische Fragen zukünftiger Zusammenarbeit“ bekundet. Kaeser will mit einem Gebot des eigenen Konzerns die mögliche (teilweise) Übernahme Alstoms durch den großen US-Konkurrenten General Electric (GE) verhindern. 

Laut mehrerer Medienberichte will sich Siemens dabei dazu verpflichten, „innerhalb der drei Jahre nach Abschluss des Geschäfts keine Mitarbeiter in Frankreich zu entlassen. Das gehe aus dem Brief Kaesers an den Alstom-Vorstandsvorsitzenden Patrick Kron hervor. Ebenso wie GE scheint es auch Siemens vor allem auf die Energiesparte der Franzosen abgesehen zu haben. Im Tausch dafür wollen die Münchener Teile der eigenen Transportsparte, darunter auch die ICE-Produktion, abgeben.  

Mitte vergangener Woche berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg von den Ambitionen des US-Technikriesen GE. Dieser wolle laut Kreise für 13 Milliarden den französischen Alstom-Konzern ganz oder zu großen Teilen übernehmen. Frankreichs Staatschef François Hollande will sich im Übernahme-Poker am heutigen Montag mit den beiden Konzernchefs Joe Kaeser (Siemens) und Jeff Immelt (GE) treffen. 

 

 

Siemens-Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser (Siemens)