E-Mobilität
04.09.2013

Siemens steigt aus Ladesäulengeschäft aus

Foto: Siemens

Der Industriekonzern sieht keine Perspektiven für das Geschäft mit den Stromtankstellen. Aus der Elektromobilität will sich das Unternehmen aber nicht komplett verabschieden.

 

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Der Industriekonzern Siemens wird künftig keine Ladesäulen mehr bauen. Grund sind fehlende Marktaussichten, wie ein Siemens-Sprecher gegenüber BIZZ energy today betonte. 

Bei den Stromtankstellen gehörte Siemens zu den Pionieren. Bereits vor drei Jahren startete das Unternehmen mit dem Verkauf der Ladesäulen. Das Unternehmen setzte große Hoffung auf das Geschäft mit der Infrastruktur für E-Mobilität. Vor zwei Jahren verkündete der Konzern eine Kooperation mit dem Autobauer Volvo, dabei ging es neben der Lieferung von Elektromotoren auch um Ladetechnik.

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Siemens beteiligte sich zudem an den Schaufenster-Projekten für E-Mobilität der Bundesregierung. An der A9 zwischen München und Leipzig baute der Konzern erst in diesem Frühjahr ein Netz von Schnellladestationen für E-Autos auf. 

Zu wenig Fahrzeuge

Das Problem: Wegen der weiterhin überschaubaren Anzahl aE-Autos auf deutschen Straßen lässt sich mit der Ladeinfrastruktur ohne öffentliche Förderung bislang kein Geld verdienen. 

Auf dem Gebiet der Elektromobilität, die bei Siemens in der Sparte Inside E-Car zusammengefasst ist, will der Konzern aber weiter festhalten. Das gilt für die Entwicklung von Motoren für Elektroautos und Umrichter", hieß es von Siemens. Auch die Kooperation mit Volvo bleibe erhalten. 

Lesen Sie dazu ein Interview mit Jörg Grotendorst, CEO Siemens Inside E-Car.

Karsten Wiedemann
Keywords:
E-Mobilität | Siemens
Ressorts:
Markets

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