Solarmarkt USA
06.06.2016

SolarCity leitet Strategiewechsel ein

Foto: SolarCity
Die kalifornische Solarfirma hofft, in diesem Jahr wieder mehr Anlagen installieren zu können.

Der US-amerikanische Solarriese legt ein neues Finanzierungsprogramm für Solaranlagen auf. Nach einem schwachen ersten Quartal will die Firma damit ihre Verkaufszahlen ankurbeln.

Künftig sollen Hausbesitzer die PV-Anlagen der US-amerikanischen Solarfirma kaufen können anstatt sie zu pachten, teilte das Unternehmen mit. Das bisherige Leasing-Modell mit dem Namen MyPower wird damit ersetzt.

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Über eine Laufzeit von 10 bis 20 Jahren können Hausbesitzer jetzt in Kalifornien und 13 weiteren US-Bundesstaaten die PV-Anlagen von SolarCity finanzieren. Der Zinssatz beträgt bei einer Laufzeit von 10 Jahren 2,99 Prozent, bei 20 Jahren 4,99 Prozent. Die monatliche Rate beginnt bei 50 US-Dollar pro Monat, abhängig von der Größe der Anlage. Für ein System mit einer Leistung von sechs Kilowatt für einen kalifornischen Durchschnittshaushalt fallen laut SolarCity-CEO Lyndon Rive über eine Laufzeit von 20 Jahren monatlich 118 US-Dollar an.

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Bis Ende des Monats soll das Programm in weiteren US-Bundesstaaten auf den Markt kommen, kündigte Rive an.

 

Förderprogramme kommen bei Hausbesitzern nicht an

Viele US-Solarfirmen bieten derzeit ein kreditfreies Leasing über eine Laufzeit von 20 Jahren. Der Haken: Die Förderprogramme der US-Regierung und der Steuernachlass von 30 Prozent gehen dabei vollständig an die Solarfirmen, die Anlagenbesitzer selbst sehen davon nichts.

Einige Hausbesitzer wollen deshalb die Anlage lieber kaufen anstatt sie zu pachten. „Der Besitz  der Anlage ist für viele Konsumenten sehr wichtig“, zitiert die Los Angeles Times die Geschäftsführerin des kalifornischen Solarverbandes, Bernadette Del Chiaro. Das neue SolarCity-Programm sei deshalb für viele US-Amerikaner relevant.

SolarCity hofft insgesamt auf steigende Verkaufszahlen. Zuletzt hatte der kalifornische Solaranlagenbauer, deren Hautanteilseigner Tesla-Gründer Elon Musk ist, im ersten Quartal einen Verlust von 25 Millionen US-Dollar eingefahren. Negativ fielen dabei die Auftragseingänge auf, die in den ersten drei Monaten des Jahres nur 160 Megawatt betrugen. Das neue Finanzierungsmodell soll laut CEO Rive 15 bis 20 Prozent des Umsatzes ausmachen.

Die Redaktion
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Solarcity | Kalifornien | Solarmarkt | USA | Finanzierung | PV-Anlage
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