Solarflugzeug
02.05.2016

Solarflieger nimmt Kurs auf Arizona

foto: Solarimpulse
André Borschberg (Foto) soll den Flieger nach Arizona steuern.

Nach rund einer Woche Pause startet das Schweizer Solarflugzeug seine nächste Etappe auf seiner geplanten Weltumrundung.

 

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Pilot André Borschberg hob um 14 Uhr deutscher Zeit nach einer Woche Pause im kalifornischen Mountain View Richtung Arizona ab. Für die etwa 1.400 Kilometer lange Strecke in die Stadt Phoenix werde der Flieger Solar Impulse 2 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde etwa 16 Stunden benötigen, teilte die Crew im Vorfeld mit.

Auf seiner vorherigen Etappe war der Flieger von Hawaii aus fast drei Tage lang nonstopp nach Kalifornien geflogen. Im Vergleich dazu ist die heutige Strecke auf den ersten Blick ein Klacks. Allerdings führt die Route über bergiges Gebiet und die Mohave-Wüste. Außerdem müssen in den USA strikte Flugtrassen eingehalten werden. Das ist für ein Leichtbauflugzeug wie Solarimpulse 2 nicht immer ganz einfach, da es schnell vom Wind weggetragen werden kann.

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Bis Juli wollen die Piloten André Borschberg und Bertrand Piccard ihre geplante Weltumrundung in dem ausschließlich mit Solarzellen betriebenen Flieger beenden. Dann wollen sie wieder am Ausgangspunkt in Abu Dhabi landen.
Dort hatte die Crew ihre Reise im März 2015 begonnen. Nach einem Rekordflug über fünf Tage und Nächte von Japan nach Hawaii über den Pazifik hatte das Team seit Juli 2015 allerdings wegen einer überhitzen Batterie zwangspausieren müssen. Erst im April 2016 hatte die Crew ihre Reise nach aufwendigen Reparaturen fortsetzen können.

Während der Rekordstrecke steuerte André Borschberg den Flieger, der im Interview mit bizz energy von seiner spirituellen Erfahrung über den Wolken berichtete. Er und sein Team werben mit dem Solarflieger für den Einsatz erneuerbarer Energien. „Mit Solar Impulse wollen wir einen Paradigmenwechsel einleiten“, sagte Borschberg damals. „Wir wollen 100 Prozent der Energie aus der Sonne gewinnen.“ Grundsätzlich könne das Flugzeug damit rund um die Uhr in der Luft bleiben – einen Monat oder sogar ein Jahr“, sagte er. „Der Schwachpunkt bin ich, der Pilot. Denn ich muss zwischendurch schlafen und essen“.

Jana Kugoth
Keywords:
Solar Impulse | André Borschberg | Arizona | Solarflugzeug | Hawaii | Kalifornien
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