Photovoltaik
05.03.2014

Solarindustrie am Wendepunkt?

depositphotos

Die weltweite Solarindustrie wechselt in diesem Jahr von einem Nachfrage- zu einem Angebotsmarkt, prognostizieren US-Marktforscher. Das größte Geschäft findet allerdings weiter außerhalb Europas statt.

Wegen großer Überkapazitäten und einem heftigen Preiskampf sind viele Anbieter von Solarprodukten vom Markt verschwunden. Das US-Marktforschungsunternehmen NPD Solarbuzz liefert dazu in einen aktuellen Bericht die Zahlen: In den vergangen drei Jahren sind laut Solarbuzz die Kosten für Photovoltaik-Anlagen und Komponenten um über die Hälfte gefallen, die Zahl der Solarzellen-Hersteller sank von 250 auf 150.  

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„Ende 2014 wird die Nachfrage davon bestimmt, wieviel produziert und geliefert werden kann“, sagt Michael Barker, Analyst bei NPD Solarbuzz. Noch im vergangenen Jahr haben die Überkapazitäten auf der Angebotsseite die Investitionen in dem Sektor auf den niedrigsten Stand seit acht Jahren gedrückt. Für dieses Jahr erwarten die Marktforscher von Solarbuzz einen deutlichen Anstieg beim Photovoltaik-Zubau von knapp über 30 auf 49 Gigawatt. 

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Fast 60 Prozent der weltweiten Nachfrage entfielen 2013 auf China, Japan und die USA. Im laufenden Jahr soll der Nachfrage-Anteil der drei Länder sogar noch höher liegen. In Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien soll hingegen der Anteil von 19 Prozent im Jahr 2013 auf 17 Prozent in diesem Jahr sinken. 

„Die Photovoltaik-Märkte in China, Japan und den USA zeichnen sich durch eine starke Projekt-Pipeline, flexible und innovative Finanzierungsmodelle und Regierungsinitiativen aus, mit denen kurzfristig die Nachfrage angehoben werden kann“, erklärt Finlay Colville, Vice-President von NPD Solarbuzz.  

 
Daniel Seeger
Keywords:
NPD Solarbuzz | Photovoltaik | Solarkrise
Ressorts:
Markets

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