Auktionen
02.05.2016

Solarpark von Trianel geht ans Netz

fotos: Trianel
Der Solarpark Schipkau in Brandenburg.

Als einer der ersten produziert der Solarpark Schipkau Sonnenstrom nach den Kriterien der 2015 von der Bundesnetzagentur gestarteten Ausschreibung für PV-Freiflächenanalgen.

 

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Pro Jahr soll das Projekt der Stadtwerkekooperation Trianel rund 10.000 Megawattstunden Sonnenstrom liefern und damit ungerechnet rund 3.000 Haushalte versorgen können. Errichtet wurde Schipkau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg innerhalb von drei Monaten vom Mainzer Erneuerbaren-Projektierer bejulo, der insgesamt 32.160 Module in dem Projekt verbaute. Das teilte der Betreiber Trianel am heutigen Montag mit.

Nach den ersten Ausschreibungsrunden für Solarparks im vergangenen Jahr ist das Trianel-Projekt eines der ersten, das Strom ins Netz einspeist. Insgesamt seien bislang sieben Förderberechtigungen mit einer Gesamtleistung von rund 55 Megawatt (MW) erteilt worden, sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur gegenüber bizz energy.

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Im April 2015 hatte die Bonner Behörde erstmals 150 Megawatt Solarstrom ausgeschrieben und Gebote mit einem Gesamtvolumen von 715 MW erhalten. Letztendlich erhielten 27 einen Zuschlag. Deren Strom wird mit 9,17 Cent pro Kilowattstunde vergütet – dem Durchschnittspreis aller abgegebenen Angebote.

 

Testphase für Umstellung auf Auktionen

Insgesamt hatte die Bundesnetzagentur dem Stadtwerkeverbund Trianel in den ersten beiden Pilotausschreibungen 22,5 MW zugeteilt. „Die verbleibenden 12 MW an PV-Leistung haben wir auch in der konkreten Entwicklung“, sagt Andreas Lemke, zuständiger Abteilungsleiter bei der Trianel. Bis Jahresende sollen mehrere kleine Parks in Brandenburg entstehen.

Mit den Ausschreibungen im vergangenen Jahr startete die Bundesnetzagentur eine Testphase: Anstatt für Solarstrom eine fixe Einspeisevergütung zu zahlen, mussten sich Projektierer um den Bau und Betrieb von Solarparks bewerben. Damit will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Vergütung von Erneuerbaren-Strom am freien Markt ausrichten und denjenigen Betreibern mit den kostengünstigsten Angeboten den Zuschlag erteilen. Die Umstellung von einer festen Vergütung auf Auktionen ist das Herzstück der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes 2016.

Nach Inkrafttreten der Gesetzesnovelle soll das Modell auch für Windkraftanlagen gelten. Bislang wird eine feste Einspeisevergütung für die Ökostromerzeuger über einen Zeitraum von 20 Jahren plus dem Jahr der Inbetriebnahme garantiert. Deren Höhe legte die Bundesregierung seit Inkrafttreten des EEG im Jahr 2000 etwa alle zwei Jahre neu fest. 

Jana Kugoth
Keywords:
Ausschreibungen | EEG 2016 | Solarstrom | Solarpark | Bundesnetzagentur | Trianel | Brandenburg | PV-Freiflächenanlage | Auktionen
Ressorts:
Governance

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