Das Wachstum der Bosch-Gruppe hat sich im vergangenen Geschäftsjahr verlangsamt. Vorläufigen Zahlen zufolge erhöhte sich der Umsatz des Technologie-Konzerns um 1,6 Prozent auf 52,3 Milliarden Euro, davon machte das operative Ergebnis (EBIT) mit einer Millarde Euro aber nur rund zwei Prozent aus. Besonders die Verluste von einer Milliarde Euro im schwierigen Photovoltaikgeschäft belasten das Ergebnis. 

„Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2012 kann uns trotz leichter Umsatzerhöhung und positivem Free-Cash-Flow nicht zufriedenstellen“, kommentierte Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, selbstkritisch die Zahlen in Stuttgart. Im Jahr 2013 will Denner, der erst seit Mitte 2012 Bosch-Chef ist, vordringlich die Ertragskraft verbessern.

Dafür schuf der Konzern Anfang Januar den Unternehmensbereich Energie- und Gebäudetechnik. Der umfasst die vier Geschäftsbereiche Security Systems, Thermotechnology und Solar Energy sowie die 2011 gegründete Tochtergesellschaft Bosch Energy and Building Solutions. Die engere Zusammenarbeit und eine bessere Vernetzung sollen zusätzliche Geschäftspotenziale ergeben, hoffen die Stuttgarter.

Die Umstrukturierung ist mehr als überfällig: Vor dem Hintergrund sinkender Modulpreis bei Photovoltaik – allein in den vergangenen zwei Jahren sanken die Preise um 40 Prozent – mussten die Schwaben bereits 2009 rund 425 Millionen Euro abschreiben, im Jahr 2011 sogar 560 Millionen Euro. Nach eigenen Angaben ist die Solar-Sparte buchhalterisch wertlos. 

 

Der Bosch-Konzern muss umbauen. (Bosch)