Speicher
20.05.2016

Solarspeicher-Zahl verdoppelt sich 2015

Foto: Sonnenbatterie
Aktuelle PV-Speicher taugen inzwischen auch als Wandschmuck.

Jede zweite PV-Anlage auf dem eigenen Dach kommt inzwischen mit eigenem Speicher. Die in Deutschland installierten Akkus können bereits den Tagesbedarf einer Kleinstadt decken, zeigt ein aktueller Bericht.

 

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Im vergangenen Jahr wurden in der Bundesrepublik rund 17.000 Solarspeicher neu installiert. Das bedeutet mehr als eine Verdopplung auf insgesamt 32.000 Kellerakkus, heißt es im Jahresbericht Speichermonitoring, den die RWTH Aachen am Freitag im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums veröffentlicht hat. Zusammengenommen habe die Batterien eine Kapazität von rund 200 Megawattstunden (MWh) – immerhin genug, um 22.000 Haushalte einen ganzen Tag mit Elektrizität zu versorgen.

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Speicher für Solarstrom sind seit einigen Jahren auch für Heimanwender erhältlich, mit ihrer Hilfe kann ein Haushalt bis zu 65 Prozent seines täglichen Strombedarfs durch seine eigene PV-Anlage decken. Ohne Speicher sind es im Schnitt 30 Prozent.

 

KfW fördert Hausbesitzer

Seit März 2013 fördert die staatliche KfW den Kauf mit einem Zuschuss und einem günstigen Kredit. Erst im März dieses Jahres hat die Bundesregierung das Programm nach einer dreimonatigen Pause verlängert.

Inzwischen verwenden fast alle verkauften Systeme teure, aber langlebige Lithium-Ionen-Akkus. Machten vor zwei Jahren noch Bleisysteme die Hälfte des Marktes aus, sind sie Ende 2015 fast komplett aus dem Verkauf verschwunden, hat die RWTH beobachtet. Derzeit fallen die Preise für Lithium-Systeme um 18 Prozent pro Jahr. Im ersten Halbjahr 2015 waren dem Bericht zufolge bereits Anlagen für weniger als 1.500 Euro pro nutzbarer Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität zu haben. Typische Batterien für Einfamilienhäuser haben eine Kapazität zwischen zwei und acht kWh.

 

Bedarf für Netzausbau sinkt

Die Akkus haben sogar das Potenzial, den Bedarf an neuen Stromleitungen zu verringern. Sie können Elektrizität je nach Programmierung nämlich dann speichern, wenn am meisten Sonne scheint und am meisten Strom ins Netz drückt. Würde jede neue PV-Anlage auf Hausdächern um Batterien ergänzt, könnte das bestehende Stromnetz doppelt so viel Solarkapazität aufnehmen, schreiben die Batterieforscher. Die Akkus sind allerdings immer noch eine der teuersten Möglichkeiten, Strom zu speichern und Schwankungen im Netz auszugleichen.

Einen ausführlichen Artikel zu Solarspeichern können Sie in der Februar-Ausgabe von bizz energy lesen. Schreiben Sie einfach eine E-Mail an bizzenergy@pressup.de 

Manuel Berkel
Keywords:
Speicher | Photovoltaik | Solarspeicher
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