Für Solarworld rückt nun Telefonica Deutschland in den Technologieindex auf. Das Unternehmen ist erst vor Kurzem an die Börse gegangen. Bei der regelmäßigen Überprüfung konnte sich das Solarunternehmen nicht mehr für den Verbleib im Tec-Dax qualifizieren. Wichtig sind dabei die Kriterien Marktkapitalisierung und Börsenumsatz. Die nächste Prüfung erfolgt zum nächsten Quartal, Anfang Juni.

Die Solarworld-Aktie fiel am Mittwoch noch einmal um gut zehn Prozent. Aktuell rangiert das Papier bei 1,17 Euro. Zu Hochzeiten hatte der Börsenkurs bei 47 Euro gelegen, das Unternehmen hatte einen Marktwert von mehreren Milliarden Euro. Davon ist nicht mehr viel übrig.

In den letzten Jahren rutsche das Unternehmen tief in die roten Zahlen, 2012 verbuchte Solarworld einen operativen Verlust von 189 Millionen Euro. Der Modulhersteller leidet vor allem unter der starken Konkurrenz aus China. Die Unternehmen dort produzieren deutlich günstiger. Solarworld sieht darin eine gezielte Wettbewerbsverzerrung und hat bei der EU-Kommission eine Anti-Dumping-Klage eingereicht.  Analysten sehen die Perspektiven von Solarworld mit Skepsis. Das Unternehmen müsse sein Geschäfsmodell überarbeiteten, sagt etwa Stefan Freudenreich, Analyst bei der Equinet Bank.

Ein Vorstand geht

Solarworld bestätigte am Mittwoch, dass der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Boris Klebensberger das Unternehmnen verlassen wird. Seine Aufgaben werden von Vorstandschef und Solarworld-Gründer Frank Asbeck (im Bild links) übernommen.

 
(Foto: Solarworld)