BIZZ-Exklusiv
28.10.2014

Sollte der Staat die Endlagerung des Atommülls übernehmen?

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So lautet im Oktober die Frage des Monats von BIZZ energy today. Geantwortet haben hochkarätige Experten. Wir veröffentlichen täglich eine Antwort. Heute: Gregor Gysi, Vorsitzender der Bundestagsfraktion Die Linke.

 

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Der Vorschlag der AKW-Betreiber birgt gewaltige Risiken für den Bund. Die Kosten für den Abriss der Atommeiler lassen sich kaum kalkulieren. Vorsichtige Schätzungen gehen von 20  bis 40 Milliarden Euro allein für den Rückbau aus. Auch Erkundung, Bau und Betrieb der Endlager sind extrem teuer. Wie viel Geld dafür nötig ist, lässt sich nicht ernsthaft vorhersagen.

Jahrzehntelang wurde die Atomwirtschaft in Deutschland mit Steuergeld unterstützt. Greenpeace schätzt die Subventionen auf 200 Milliarden Euro. Selbst das Umweltbundesamt geht von bis zu 60 Milliarden Euro aus. Dafür haben die Konzerne enorme Gewinne eingefahren.

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Doch jetzt, da sich wegen des Atomausstiegs kein Geld mehr verdienen lässt, soll die Allgemeinheit ran. Sie soll die Haftung für die unkalkulierbaren Risiken auf ewig übernehmen. Das ist der Kern des Angebotes der Konzerne.

Dagegen wehrt sich Die Linke. Sie fordert, dass die Atomkonzerne ihre Rückstellungen, die sie für Stilllegung, Rückbau und Entsorgung anlegen mussten, in einen staatlichen Fonds überführen. So soll dieses Geld vor einer möglichen Unternehmenspleite gerettet werden. Darüber hinaus sollen die Konzerne weiterhin uneingeschränkt für zusätzliche Kosten haften.

Dr. Gregor Gysi
Keywords:
Gregor Gysi | Die Linke | Frage des Monats | Endlager | Atommüll | Kernkraft | Atommüllendlager
Ressorts:
Finance | Governance | Community

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