Solarbranche
07.03.2014

Solon kehrt Deutschland den Rücken

Solon will in Deutschland dicht machen und verlegt den Firmensitz in die Vereinigten Arabischen Emirate. Das ist das Aus für 230 Mitarbeiter in Berlin.

Die Solon Gruppe hat beschlossen, ihren Zentrale von Berlin in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zu verlegen und die Produktion und weitere Einheiten in Berlin-Adlershof zu schließen. Alle 230 Mitarbeiter verlieren dort ihren Job. Bis Ende des Monats möchte der Betriebsstättenleiter Lars Podlowski gemeinsam mit dem Betriebsrat „eine faire Einigung mit unseren Mitarbeitern“ finden. 

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Solon fertigt in den Emiraten bereits den Großteil seiner Module. Im Jahr 2012 hatte sich das Unternehmen mit dem dort ansässigen Solarunternehmen Microsol zusammengeschlossen. Mit der verlagerten Fertigung sei Solon in der Lage, „den Kostenerwartungen unserer Kunden zu entsprechen“, sagt Geschäftsführer Anjan Turlapati. Das Unternehmen schielt dabei vor allem auf die Wachstumsmärkte in Asien und Nord-Afrika, insbesondere bei größeren Solarkraftwerken. 

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Die Solon-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 500 Mitarbeiter. 1996 gegründet war Solon das erste börsennotierte Solarunternehmen in Deutschland. Das Werk in Greifswald möchte das Unternehmen indes weiter nutzen, wo das Elektronikunternehmen ML&S für Solon Module produziert.

Daniel Seeger
Keywords:
Solon | Microsol | Photovoltaik | Solarkrise
Ressorts:
Markets

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