Strompreise
17.09.2012

Spanien erhöht Energiesteuern

Bei spanischen Stromanbietern herrscht ein Defizit in Milliardenhöhe. Um das Loch zu stopfen, erhöht Madrid die Steuern.

Spaniens Regierung hat am Wochenende Steuererhöhungen im Elektrizitätssektor beschlossen, um das 24-Milliarden-Euro Tarifdefizit abzubauen.

Anzeige

Das riesige Loch in den Kassen der Energieversorger ist in den vergangenen zehn Jahren durch den Unterschied zwischen den künstlich niedrig gehaltenen Strompreisen und den tatsächlichen Herstellungskosten entstanden. Bislang ist der Staat durch Subventionen, Steuer- und andere finanzielle Vergünstigungen für das Minus aufgekommen. Das soll sich nun ändern.

Anzeige

Gut 2,7 Milliarden Euro des Defizits sollen in einem ersten Schritt durch Steuergelder reinkommen. Dafür hat die Regierung um den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy eine Steuererhöhung von 6 Prozent beschlossen. Die traditionellen Stromerzeuger werden jährlich etwa 571 Euro mehr hinblättern müssen, auf Produzenten von erneuerbaren Energien, wie Wind oder Photovoltaik, kommen sogar 688 Millionen Euro Mehrkosten im Jahr zu. Darüber hinaus sollen Stromerzeuger, die die Umwelt besonders belasten und Atomkraftwerke zusätzlich zur Kasse gebeten werden.

Spanische Verbraucher, die zur Zeit mit den Sparmaßnahmen der Regierung zu kämpfen haben, befürchten Strompreiserhöhungen. Noch ist allerdings unklar, in welcher Höhe sie die Kosten zu schultern haben.

Tina Giilc
Keywords:
Energiepolitik | Energie
Ressorts:
Markets

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen