Spaniens größtes staatseigenes Finanzhaus Bankia will seine gesamten Anteile von knapp fünf Prozent am Energiekonzern Iberdrola verkaufen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Beteiligung habe einen Wert von rund 1,6 Milliarden Euro. Bankia habe dafür die Schweizer UBS und die US-Bank Citigroup beauftragt. Größter Aktionär mit über neun Prozent ist ein Staatsfonds aus Katar.

Die Aktien des spanischen Energieriesen sind seit Jahresbeginn um über zehn Prozent auf derzeit fünf Euro gestiegen. Laut Reuters ist ein Grund dafür, dass Investoren nun mehr Klarheit über die Politik der konservativen Regierung haben. Madrid möchte im Energiesektor eine milliardenschwere Schuldenlast abbauen und hat dafür unter anderem die Erneuerbaren-Förderung gekürzt und eine neue Steuer für die Stromerzeugung eingeführt. 

Die Erträge des weltgrößten Windparkbetreibers Iberdrola sind zuletzt deutlich gesunken. Der operative Gewinn sank im vergangenen Geschäftsjahr im Vergleich zu 2012 um 44 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. 

 

Zentrale des spanischen Energieriesen Iberdrola im baskischen Bilbao (Iberdrola)