21.08.2012

Speziell, Exotisch, Erneuerbar

siemens
Wo sind dringend benötigte Fachkräfte? Die Antwort, mein Freund, weiß oft ganz allein der Wind.

Die Branchen der erneuerbaren Energien erhalten immer größere Bedeutung auf dem Arbeitsmarkt. Seit 2004 hat sich der Bedarf an Beschäftigten verdoppelt. Gefragt sind Spezialisten und Generalisten gleichermaßen.

Für grüne Ingenieure und Handwerker sind grundsätzlich goldene Zeiten angebrochen. Aber: „Die Anforderungen der Arbeitgeber sind oft sehr speziell, entsprechende Fachausbildungen gibt es nur wenig“, sagt Jan Strohschein, Chef des Online-Portals eejobs: „Die Stellen erfordern teilweise so exotische Qualifikationen, dass einzelne Ausschreibungen kaum aufgerufen werden.“ Als Beispiel nennt er Anzeigen, in denen „Laminierer für Windrotorflügel“ gesucht werden – häufig vergeblich. Auch Jobangebote an einen „Servicetechniker und Energieelektroniker für Windkraftanlagen“ oder „Entwicklungsingenieur für Generatoren“ verzeichnen sehr geringe Klickraten.

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Jobangebote für Generalisten wie Raumplaner oder Projektmanager sind deutlich populärer. Der Projektierer Juwi aus Wörrstadt hilft sich gleich selbst: Die Firma führte im vergangenden Jahr den Lehrberuf „Mechatroniker Erneuerbare Energien“ ein und startet zum Wintersemester 2012 den „Wirtschaftsingenieur Erneuerbare Energien“ in Kooperation mit der FH Trier. Eine Statistik des Bundesumweltministeriums unterstreicht den neuen Jobboom: Demnach gibt es 381.600 Beschäftigte im Bereich Erneuerbare – doppelt so viel wie 2004. Laut Bundesagentur für Arbeit sind vor allem Ingenieure gefragt, die das Thema Nachhaltigkeit mit einem Chemie- oder Physikstudium verbinden. Es gebe bereits 300 verschiedene Fachstudiengänge, die diese Kriterien erfüllen: zum Beispiel Energietechnik, Umweltengineering oder Gebäudetechnik.

Daniel Seeger
Keywords:
Erneuerbare Energie | Windenergie
Ressorts:
Markets | Community

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