Kernkraft
02.07.2015

Stadtwerke: Hinkley Point C gefährdet deutsche Energiewende

Richard Baker. Lizenziert unter CC BY-SA
HinkleyPoint

Ein Bündnis aus Stadtwerken und Ökostromanbietern plant Klage gegen „Beihilfepakt“ für britisches Atomkraftwerk.

Zehn Unternehmen verklagen die EU-Kommission wegen Beihilfen für das an der Südwestküste gelegene Atomkraftwerk (AKW) Hinkley Point C.

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Die Brüsseler Kommission hatte den AKW-Betreibern eine feste Vergütung von 12 Cent pro Kilowattstunde über eine Laufzeit von 35 Jahren zugesichert.

Laut einer Studie des Berliner Beratungshauses Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace energy fließen damit Subventionen in Höhe von 108 Milliarden Euro – unter Berücksichtigung der Inflationsanpassung.

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Die Klage basiert auf folgender Argumentation: Die garantierte Einspeisevergütung ermöglicht den AKW-Betreibern auch bei negativen Preisen Strom zu verkaufen. Mit Stromimporten aus England würden auch in Deutschland die Preise sinken. Der preissenkede Effekt von bis zu 20 Cent pro Megawattstunde führt laut Klägern zu wettbewerblichen Nachteilen.

Achim Kötzle, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, und einer der Kläger sagt dazu: „Wenn das britische Beihilfemodell Schule macht, – und hierzu gibt es starke Signale aus Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn – dann sieht es um die deutsche Energiewende und dezentrale Energieversorgung düster aus.“
 

Jana Kugoth
Keywords:
AKW | Hinkley Point | Stadtwerke | Greenpeace Energy | EU-Kommission | Strompreis | Großbritannien
Ressorts:
Governance | Markets

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