Windenergie
02.05.2013

Stadtwerke München bauen lieber in Schweden

depositphotos, Anastasy Yarmolovich
Die Münchner Stadtwerke schlagen mit ihrem Windenergieprojekt die Brücke nach Schweden.

Die Münchner Stadtwerke SWM vergeben einen Großauftrag über einen 144 Megawatt Windpark in Schweden. In Deutschland seien die Rahmenbedingungen zu unsicher.

Der Projektierer Nordisk Vindkraft, eine schwedische Tochter der britischen RES Group, wird den Park ab diesem Sommer 500 Kilometer nördlich von Stockholm aufbauen. Im Frühjahr 2015 soll er in Betrieb gehen. Die 48 Turbinen mit insgesamt 144 Megawatt Leistung liefert der Münchner Siemens-Konzern. 

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„Gerne hätten wir ein derartiges Projekt in Deutschland verwirklicht“, sagt SWM-Chef Florian Bieberbach. In Deutschland seien jedoch die Rahmenbedingungen für Investoren weiter unsicher, da Entscheidungen über künftige Fördersätze für Erneuerbare-Energien-Anlagen von der Bundesregierung immer weiter verschoben würden. „Solange hier nicht Klarheit herrscht, werden die SWM verstärkt in Nachbarländern investieren“, stellt Bieberbach klar.  

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Bis 2025 will die SWM mit eigenen Anlagen Ökostrom für die Versorgung ganz Münchens produzieren, also in der Größenordnung von 7.500 Gigawattstunden. Der neue Windpark in Schweden soll jährlich rund 400 Gigawattstunden Ökostrom erzeugen. Damit könnten 160.000 Münchner Haushalte versorgt und über 350.000 Tonnen CO2  im Vergleich zu einem Steinkohlekraftwerk eingespart werden.

Redaktion
Keywords:
SWM | Stadtwerke München | Windenergie | Florian Bieberbach | Schweden
Ressorts:
Markets

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