Erneuerbare Energien
25.02.2013

Stadtwerke München verkünden Investitionsstopp

Die Stadtwerke München sehen durch die Strompreispläne der Bundesregierung die Rechtssicherheit gefährdet. Vorerst will das Unternehmen nicht mehr in erneuerbare Energien investieren.

Florian Bierberbach, Chef der Stadtwerke München, kritisiert die Päne der Regierung, den Einspeisetarif für Bestandsanlagen zu kürzen: „Ein solcher Einschnitt gefährdet massiv das Vertrauen in die Rechtssicherheit in Deutschland.“ Wenn in Zukunft kein Verlass mehr auf geltende Rahmenbedingungen sei, seien weitere Investitionen in erneuerbare Energien gefährdet. Die Stadtwerke München wollen erst dann wieder investieren, wenn Klarheit herrscht. Im Bau befindliche Projekte sollen aber zu Ende geführt werden, so Bierberbach.

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Wirtschaftsminister Philipp Rösler und Umweltminister Peter Altmaier wollen die Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien begrenzen. Die Pläne der Minister sehen unter anderem vor, die Vergütung für bestehende Wind- oder Solaranlagen im kommenden Jahr pauschal um 1,5 Prozent zu kürzen. Die Erneuerbaren-Branche sieht darin eine Verletzung des Bestandschutzes.

Die Stadtwerke München, einer der größten deutschen Ökostrominvestoren, ist unter anderem an Solarkraftwerken in Spanien und an Offshore-Windparks in der Nordsee beteiligt. Bis zum Jahr 2025 wollte das Unternehmen neun Milliarden Euro in erneuerbare Energien investieren. An dem Ziel, allen Kunden bis Mitte des kommenden Jahrzehnts nur noch Ökostrom anzubieten, halten die Stadtwerke München weiter fest.

 

 

 

Karsten Wiedemann
Keywords:
Stadtwerke München | Ökostrom | Peter Altmaier | erneuerbare Energien
Ressorts:
Finance

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