Stahlindustrie
11.04.2016

Stahlindustrie geht gegen China auf die Straße

foto: wikipedia
Thyssen-Stahlwerk in Duisburg.

Mitarbeiter und Arbeitgeber demonstrieren in Berlin, Duisburg und im Saarland für gleiche Wettbewerbsbedingungen. Prominete Unterstützung kommt von Wirtschaftsminister Gabriel.

 

Anzeige

Die IG-Metall ruft gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Wirtschaftsvereinigung (WV) Stahl am heutigen Montag zu bundesweiten Protesten auf – gegen aus ihrer Sicht unfaire Wettbewerbsbedingungen. Der Mix aus verschärften Klimaschutzauflagen und Dumpingpreisen aus China gefährde die ganze Branche. 
„Es kann nicht sein, dass unsere wettbewerbsstarke Stahlindustrie in Deutschland mit ihrer Leistungs- und  Innovationskraft untergraben wird von Dumpingstahl und einer Verschärfung des Emissionsrechtehandels“, moniert WV-Stahl Präsident Hans Jürgen Kerkhoff. "Jetzt müssen die entsprechenden politischen Entscheidungen in Brüssel und Berlin fallen, die der Stahlindustrie in Deutschland eine gute Zukunft hierzulande ermöglichen“, verlangt er.

Anzeige

Die Verbände rechnen mit mehreren Tausend Teilnehmern.

Zur der Kundgebung vor den Türen des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp in Duisburg wird auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel erwartet. Der SPD-Politiker sagte den Stahlarbeitern im Vorfeld seine Unterstützung zu. Ohne Stahl gebe es auch keine Energiewende, sagte Gabriel in einem Interview der Passauer Neuen Presse.  „Denn er ist ein zentraler Werkstoff für Windräder an Land und auch beim Bau von extrem belastbaren Windkraftanlagen auf See."

 

Redaktion
Keywords:
IG Metall | Sigmar Gabriel | WV Stahl | Proteste | China | Klimaschutz
Ressorts:
Governance

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen