Die Bauarbeiten für das umgerechnet 3,6 Milliarden Euro Projekt rund 14 Kilometer vor der schottischen Küste sollen im Sommer 2018 starten, heißt es in einer Mitteilung des britischen Versorgers Scottish and Southern Energy (SSE). Mit 40 Prozent hält die im britischen Aktienindex FTSE gelistete SSE den größten Anteil an dem Park, weitere 35 Prozent liegen bei dem Vermögensverwalter Copenhagen Infrastructure Partners, 25 Prozent bei der staatseigenen chinesischen Holding SDIC Power.

Im Jahr 2019 soll der Park erstmals Strom ins Netz einspeisen und dann umgerechnet rund 450.000 britische Haushalte versorgen.

Die Bauarbeiten auf See sollen im Sommer 2018 beginnen. Dafür liefert und installiert der Technikriese Siemens mit Sitz in München 84 Windturbinen mit einer Leistung von je sieben Megawatt, wie er am heutigen Montag bekanntgab. Die Rotorblätter werden in der Siemens-Fabrik im britischen Hull gefertigt. Gemeinsam mit dem Kabelhersteller Nexans errichtet der Konzern außerdem die Netzanbindung des Parks zum Festland und fertigt hierfür die Umspannwerke. Der Vertrag umfasst außerdem Wartung und Betrieb der Windmühlen über einen Zeitraum von 15 Jahren.

Vom Hafen Wick an der Nordostküste Schottlands sollen die Arbeiten koordiniert werden. Investitionen in Höhe von 13 Millionen Euro seien dort geplant, kündigt Paul Cooley, Leiter der Erneuerbaren-Sparte von SEE an. Dabei sollen 65 neue Arbeitsplätze im Zuge der Bauarbeiten entstehen, weitere 90 während des Betriebs des Parks.

Siemens hat bereits zahlreiche Offshore-Projekte beliefert (Siemens-Pressebild)