Förderkonzerne
02.06.2014

Statoil darf in der Arktis bohren

Die norwegische Regierung hat die Beschwerde der Umweltorganisation Greenpeace gegen die Fördervorhaben des Statoil-Konzerns in der Barentssee zurückgewiesen.

Statoil hat nach der Ablehnung der Greenpeace-Beschwerde nach eigenen Angaben alle Genehmigungen, um mit den Bohrungen im Apollo-Förderfeld in der Barentssee zu beginnen. Laut der Regierung in Oslo würden durch das Vorhaben grundsätzliche Richtlinien nicht verletzt. 

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Auf dem Weg zur Bohrstelle war die neue Plattform auf den Protest der Greenpeace-Aktivisten gestoßen, wie BIZZ energy today berichtete. Diese hatten die Plattform zeitweise geentert, wurden dann aber von der Polizei festgenommen. Die norwegische Küstenwache hatte außerdem das Greenpeace-Schiff Esperanza aus dem Gebiet geschleppt. Da in den eisfreien Sommermonaten nur in einem bestimmten Zeitfenster Bohrungen in dem Gebiet möglich sind, wollte Greenpeace mit den Aktionen den Start so lange wie möglich verzögern.

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So hatte Oslo die Genehmigung kurzzeitig ausgesetzt, um die Beschwerde von Greenpeace zu prüfen. Die Umweltorganisation zweifelt an der Fähigkeit der Konzerne, bei Ölunfällen unter den widrigen Bedingungen in der Arktis entsprechend reagieren zu können.

Als Anteilseigner habe der norwegische Staat die Möglichkeit, den Konzern auch außerhalb seines Hoheitsgebiets zu kontrollieren, erklärte ein Greenpeace-Sprecher auf Nachfrage von BIZZ energy today. „In den Gewässern der norwegischen Ausschließlichen Wirtschaftszone verbietet ein norwegisches Gesetz die Bohrung in eisbedeckten Meeresgebieten, weil Ölunfälle nicht ausreichend bekämpft werden können. In anderen arktischen Regionen, in denen Statoil Ölbohr-Lizenzen hat, spielt das dann aber keine Rolle mehr.“ 

 
Daniel Seeger
Keywords:
Statoil | Arktis | Erdgas | Öl und Gas | Greenpeace
Ressorts:
Governance | Technology

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