Onshore-Windenergie
15.04.2013

Steigende Pachten verärgern Windbranche

Geeignete Standorte für Windräder sind knapp. Entsprechend steigen die Pachten, die Landwirte von den Betreibern verlangen. Die Windbranche moniert, dass die hohen Kosten den Ausbau der Windkraft verlangsamen.

Die Pachten, die deutsche Landwirte für die Aufstellung von Windrädern auf Ackerflächen verlangen, sind in der Vergangenheit enorm gestiegen. So wollen die Pächter mittlerweile mit bis zu zwölf Prozent an den Erträgen eines Windrades beteiligt werden. Damit hätten sich die Pachtforderungen in wenigen Jahren verdoppelt, sagen Branchenkenner. 

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Für eine Windanlage in Deutschland, die rund sechs Millionen Kilowattstunden Strom produziert, ergeben sich Pachteinnahmen von 60.000 Euro jährlich. In sehr windreichen Gegenden im Norden kann der Betrag auch auf 90.000 Euro steigen. 

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Den Projektierern bleibt angesichts der Knappheit geeigneter Flächen für Windanlagen keine Wahl, als sich auf die hohen Preise einzulassen. Die überzogenen Pachtforderungen würden den Ausbau der Windkraft behindern. Schon lange fordert die Branche daher eine bessere und schnellere Ausweisung geeigneter Standorte für Windkraft.

Laut Bundesverband BWE macht die Windenergie an Land mit einem Strommixanteil von acht Prozent über ein Drittel des Ökostroms in Deutschland aus. Derzeit stehen die meisten Onshore-Windenergieanlagen in den nord- und mitteldeutschen Bundesländern. Ganz vorn mit dabei sind Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Spitzenanlagen wie die E-126 des Herstellers Enercon aus Aurich liefern eine Leistung von bis zu 7,5 Megawatt. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Windturbine bringt es auf 2,5 Megawatt. 

TG
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Onshore-Wind | Pacht
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