Klimaschutz
02.07.2012

Stiefkind Raumkühlung

Beim Thema Raumkühlung herrscht europaweit viel Potenzial
Jerzy / Pixelio

Raumkühlung spielt bei der Umsetzung der EU-Richtlinien in den Mitgliedsstaaten weiter keine Rolle. So lautet das Fazit einer neuen Studie des Öko-Instituts. Für den Energieumbau bliebe hier großes Potential ungenutzt.

Laut der Studie, die das Öko-Institut im Auftrag der Niederländischen Agentur für Energie und Klima verfasst hatte, fehlen bis heute politische Vorgaben für die erneuerbare Kühlung. Denkbar seien hier solare Klimatisierung, die Kühlung mit Regenwasser, Schnee oder Grundwasser – mit oder ohne zwischengeschalteter Wärmepumpe. Der Raumkühlung könnte eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der EU-Klimaschutzziele zukommen.

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Jedoch lassen laut Studie die EU-Länder diese Chancen ungenutzt. „Ohne politische Zielsetzungen fehlt der notwendige Anreiz, Instrumente zur Förderung der erneuerbaren Kühlung zu etablieren“, erklärt Tanja Kenkmann, Projektleiterin am Öko-Institut. Ein Problem sei dabei, dass Daten zur Anwendung erneuerbarer Kühltechniken statistisch nicht erfasst und deswegen nicht auf die Ausbauziele der EU angerechnet würden. Hier bestehe ein entscheidendes Defizit im Vergleich zur Wärmegewinnung aus erneuerbaren Quellen. „Bisher adressieren die Diskussionen und Strategien zu einer klimafreundlichen Temperaturregelung von Räumen überwiegend den Wärmesektor“, bedauert Kenkmann.

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Erneuerbare Technologien können laut Studie langfristig mindestens die Hälfte des Kühlbedarfs in der EU abdecken.

Daniel Seeger
Keywords:
Energiepolitik | Energieeffizienz | Energie | Erneuerbare Energie
Ressorts:
Governance

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