Windenergie
12.02.2015

Strengere Auflagen bei Windanlagenbau gefordert

foto: deposit

Aktuell stehen in Deutschland mehr als 24.000 Windanlagen; eine druckfrische Studie zeigt, dass wesentlich mehr Fledermäuse durch sie zu Tode kommen als angenommen.

Nach Hochrechungen eines Forscherteams vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin sind in den letzten zehn Jahren bis zu zwei Millionen Fledermäusen durch Windränder getötet worden. Das geht aus der im Fachmagazin „European Journal of Wildlife Research“ veröffentlichten Studie hervor.

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Hochrechnungen in frühere Studien haben nur die Tiere berücksichtigt, die unmittelbar an Windrädern tot gefunden wurden. Die neue  Studie rechnet aber auch die Tiere mit ein, die in einiger Entfernung der Anlagen gefunden wurden. Denn: Die großen Luftdruckänderungen an den Rotorblättern führen bei Fledermäusen zu einem sogenannten Barotrauma und zerreißen die inneren Organe. Bei einem leichten Barotrauma könnten Fledermäuse noch Minuten oder sogar Stunden weiterfliegen, bevor sie verendeten.

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Das Forscherteam fordert daher strengere Auflagen zum Schutz der Tiere beim Anlagenbau, wie zum Beispiel die Anpassung der Betriebszeiten an die Flugzeiten der Tiere. Wie viele Windkraftbetreiber die Auflagen bislang erfüllen, ist nicht bekannt.

 

 

 
Jana Kugoth
Keywords:
Fledermäuse | Windanlagen | Rotorblätter
Ressorts:
Markets | Community

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