Ökostrom ist der Liebling der wechselwilligen Nutzer von Check24, einem der größten Vergleichsportale Deutschlands. 60 Prozent von Ihnen haben sich laut dem Portal in den letzten drei Jahren für Ökotarife entschieden. Aber nur vier Prozent wählten dabei nachhaltige Tarife.

Für die Aufnahme in diese Kategorie liegt die Latte deutlich höher: Als nachhaltig kennzeichnet das Portal Stromtarife, die etwa mit dem OK-Power-Label oder Grüner-Strom-Label ausgezeichnet sind, oder die nachweislich in signifikantem Umfang lokale Ökostromproduktion fördern und damit den Anteil an konventionell erzeugtem Strom in Deutschland wirklich verringern. Anbieter von Basis-Ökostromtarifen dagegen kaufen ihren Strom auch aus bereits bestehenden Anlagen im Ausland ein, ohne maßgeblich in den Neubau sauberer Kraftwerke in der Bundesrepublik zu investieren.

Die Verbraucher sparen laut Portal bei Basis-Ökotarifen bis zu 603 Euro gegenüber der Grundversorgung. Die Nachhaltigkeitstarife ermöglichen demzufolge weniger Einsparungen, dort seien es noch bis zu 487 Euro. Das lässt vermuten, dass die Auswirkung auf den Geldbeutel ein gewichtiges Argument bleibt, auch bei umweltbewussten Stromanbieter-Wechslern.

 

Vielen Verbrauchern reicht offenbar die Bezeichnung Öko, richtig nachhaltig muss es nicht sein. (Foto: Unsplash / Pixabay)