Versorgungssicherheit
17.03.2015

Stromnetz für Sonnenfinsternis gerüstet

foto: deposit

Die Stromversorgung sei nicht in Gefahr und Panik unbegründet, so das Ergebnis einer druckfrischen Fraunhofer-Studie zu den Auswirkungen des für Freitag angekündigten Naturschauspiels.

Wenn sich am Freitag ab 09.30 Uhr der Mond vor die Sonne schiebt, hat das massive Auswirkungen auf die deutsche Stromversorgung. Insgesamt produzieren rund eine Millionen Solaranlagen in Deutschland etwa 39.000 Megawatt Strom, so viel wie 40 Kernkraftwerke. In der Folge könnte es zu gewaltigen Schwankungen im deutschen und europäischen Stromnetz kommen.

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Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat in einer druckfrischen Analyse die Auswirkungen der Verdunklung auf den deutschen Strommarkt durchgespielt. 

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Das Ergebnis beruhigt: Technisch gesehen sei der Kraftwerkspark in der Lage, die während der Sonnenfinsternis möglichen Maximalschwankungen auszugleichen, heißt es in der Studie. 

Im Zuge der Energiewende bricht die alte Diskussion um die Versorgungssicherheit wieder auf. Im Jahre 2014 umfassten die schwankungsanfälligen Erneuerbaren Wind, Sonne und Wasserkraft bereits mehr als ein Viertel am deutschen Strommix.

Die Bundesregierung arbeitet aktuell an einem neuen Konzept für einen flexiblen deutschen Strommarkt. Konkrete Vorschläge will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) Ende Mai mit dem sogenannten Weißbuch vorlegen.

Jana Kugoth
Keywords:
Sonnenfinsternis | Versorgungssicherheit | Deutschland | Studie | Fraunhofer ISE | Sigmar Gabriel | Solarstrom | Erneuerbare
Ressorts:
Governance | Technology | Markets

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