Speicher
03.02.2017

Stromspeicher: Bosch und EnBW kooperieren

Gemeinsam wollen die Konzerne das dezentrale Energiegeschäft vorantreiben.

Geplant sei eine enge Zusammenarbeit bei Batterielösungen für den Energiemarkt, sagt ein EnBW-Sprecher im Gespräch mit bizz energy.

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Als erstes Projekt entwickeln die Unternehmen am Standort Heilbronn einen Fünf-Megawatt-Batterie-Stromspeicher. Er soll nach Fertigstellung knapp ein Fünftel der Regelleistung eines großen Kraftwerks erbringen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Regelleistung ist notwendig, um Stromangebot und -nachfrage im Netz auszugleichen. Mit dem steigenden Anteil von Solar- und Windstrom treten wetterabhängige Schwankungen im Netz häufiger auf. Weht viel Wind oder scheint pausenlos die Sonne, kann der Speicher überschüssigen Strom aufnehmen. Herrscht eine Flaute und es ist bewölkt, gibt er ihn wieder ab.

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Der in Heilbronn geplante Speicher besteht aus 768 Lithium-Ionen-Batterien und soll so viel Strom pro Jahr aufnehmen und abgeben, wie 400 Zwei-Personen-Haushalte verbrauchen. Bosch ist für die Planung und den Bau des Speichers zuständig, die EnBW für Bauleistungen und den Netzanschluss. Der Baustart ist für den Sommer anvisiert – vorausgesetzt, die Kartellbehörden geben grünes Licht.

Auf dem Regelleistungsmarkt formieren sich jüngst eine ganze Reihe neuer Kooperationen. Mitte des Monats hatten der Versorger Vattenfall und das Siemens-Spin-off Caterva bekanntgegeben, sich bei der Vermarktung von Regelleistung zusammen zu tun.

Keywords:
Regelleistung | EnBW | Bosch | Batterie
Ressorts:
Markets

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