Das Forschungsprojekt „Sol-ion+“ will die Vorteile von Solarstromspeichern für die Endkunden als auch die Verteilnetze nachweisen. Dazu soll von Bosch Power Tec, einem am Projekt beteiligten Unternehmen, ein neuer Speicher entwickelt werden. Das Projekt baut auf dem 2012 beendeten „Sol-ion“ auf und wird ebenfalls vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert. Die Laufzeit beträgt vier Jahre.

Enkunden sollen so zum Beispiel mit dem System ihren selbstproduzierten Strom an der Strombörse anbieten oder bei Bedarf billigen Strom einkaufen können. „Nutzer der Systeme werden durch die neue Generation der Speichersysteme erstmals aktiv an den künftigen Energiemärkten teilnehmen können“, erklärt Armin Schmiegel, Projektleiter bei Bosch Power Tec.“ Die Lithium-Ionen-Batterie des geplanten Speichersystems stammt von Saft Batterien, einem führenden Hersteller für Industriebatterien mit Sitz in Nürnberg.

Auch die Stabilität der Verteilnetze will das Projekt verbessern. So ermitteln als weitere Partner die Stadtwerke Mainz und das Überlandwerk Groß-Gerau (ÜWG) die netzstützenden Anforderungen und installieren für entsprechende Tests zunächst 17 Batteriespeicher. „Die erneuerbaren Energien müssen und können einen wesentlichen Beitrag zur Systemstabilität leisten“, sagt Lars Nehrkorn, Abteilungsleiter Technische Plaung / Engineering bei der ÜWG. 

An dem Projekt sind außerdem das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), das Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) beteiligt.

 

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