So lautet das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten Studie des Freiburger Instituts. Die Autoren sehen darin ein wirksames, einfaches und kostengünstiges Instrument für den europäischen Klimaschutz. Bis 2030 wollen die europäischen Regierungen die Treibhausgase gegenüber dem Basisjahr 1990 um 40 Prozent senken. Der Automobilsektor trägt ein Fünftel zu den EU-weiten CO₂-Emissionen bei. 

Würde der Emissionshandel auf den Straßenverkehr ausgedehnt, seien mit einem einzigen Instrument „alle Pkw-Nutzer am Klimaschutz beteiligt“, heißt es in der Cep-Veröffentlichung. CO₂-Grenzwerte und die Mineralölsteuer würden überflüssig.

Laut Empfehlung solle die Maßnahme am Anfang der Lieferkette bei den Zulieferern von Öl, Gas und Kohle ansetzen. Die Unternehmen könnten die Kosten über den Benzinpreis an die Autofahrer weitergeben. Damit setze die Politik Einsparanreize. Die Zahl der verfügbaren Zertifikate könne sich zu Beginn nach dem tatsächlichen CO₂-Ausstoß richten und sukzessive reduziert werden.

Bei Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) stoßen derartige Vorschläge auf wenig Gegenliebe. Im Interview mit BIZZ energy today erteilte sie der Ausweitung des Zertifikatehandels auf den Straßenverkehr jüngst eine Absage: „Die bisherige CO₂-Regulierung im Verkehrsbereich hat sich bewährt und wird fortgeschrieben."

(foto: deposit)