Energieeffizienz
27.03.2013

Studie: Gebäudesanierung wirkt

Dena
Berechnete und erzielte Einsparung bei den Gebäuden im Mittel.

Mit energetischen Sanierungen läßt sich der Energieverbrauch in Gebäuden um bis zu 80 Prozent senken. Allerdings hängt der Erfolg der Modernisierung von einer guten Planung und dem richtigen Verhalten der Bewohner ab, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Die Deutschen Energie-Agentur (Dena) hat die Wirkung von energetischen Sanierungen untersucht. „Der Energieverbrauch konnte über alle Projekte im Mittel um 76 Prozent von 223 Kilowattstunden pro Jahr auf 54 Kilowattstunden pro Jahr reduziert werden“, heißt es in dem Papier. Die Studie analysiert den Energieverbrauch von 63 sanierten Wohngebäuden, bei denen vorab eine Energieeinsparung von durchschnittlich 80 Prozent angestrebt worden war. 

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Die Studie bietet laut Dena erstmals eine wissenschaftlich fundierte Grundlage über das Energiesparpotenzial energetischer Sanierungen. Bisher gebe es nur Einzelbeispiele. Heute seien 200 der insgesamt 460 Modellgebäude fertiggestellt. Allerdings heißt es in der Studie: „Der Erfolg einer Sanierung und die damit erzielbare Energieverbrauchseinsparung hängen wesentlich von einer guten Planung und Ausführung sowie vom individuellen Nutzerverhalten ab.“

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Im Gebäudebereich werden 40 Prozent der Energie verbraucht

Die energetische Gebäudesanierung ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Im Immobilienbereich fallen immerhin 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und ein Drittel aller Emissionen an. „Bis Ende 2012 haben wir die energieeffiziente Sanierung oder Errichtung von fast drei Millionen Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von rund 115 Milliarden Euro unterstützt“, verkündete Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU).

Eine energetische Sanierung sei ein komplexes Vorhaben, sagte Stephan Kohler, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung. „Umso wichtiger ist es, dass Bauherren konsequent auf Qualität und die Einbindung von Experten setzen.“ Dann so würde sich ihre Investitionen auch wie geplant auszahlen.

Rebound-Effekt

Manchmal tritt laut Dena nach energetischen Sanierungen allerdings ein Paradoxon ein: Der sogenannte Rebound-Effekt ein. Die Bewohner heizen dann mehr als früher, weil sie nach der Sanierung nicht mehr das Gefühl haben, Energie sparen zu müssen.

Bei Mietwohnungen kommt das Dilemma hinzu, dass Vermieter nicht von geringeren Energiekosten profitieren, sondern der Mieter. Der Vermieter hat also wenig Anreiz, zu sanieren. Hier braucht es nach Expertenmeinung künftig bessere Steuerliche Abschreibungen. 

 

 

nhp
Keywords:
Dena | Gebäudesanierung | Stefan Kohler | Energieeffizienz
Ressorts:
Markets

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