Erneuerbare Energien
22.08.2013

Studie sagt Kostensenkungen bei Offshore-Wind voraus

Foto: Siemens

Die Kosten für den Ausbau der Windenergie auf hoher See könnten in den kommenden Jahren um bis zu 30 Prozent sinken. Dafür müssten allerdings deutlich mehr Anlagen aufgestellt werden als bisher.

Nach der Studie der Prognos AG im Auftrag der Stiftung Offshore-Windenergie, die BIZZ energy today vorab vorlag,  könnten die Kosten für den Ausbau der Windkraft auf hoher See bis zum Jahr 2023 um bis zu 32 Prozent sinken. Die Kostensenkungspotenziale können nach Ansicht der Autoren aber nur realisiert werden, wenn deutlich mehr Windanlagen auf dem Meer ans Netz gehen als bisher.

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Die Studie geht von einem Ausbau auf neun Gigawatt (GW) bis 2023 aus. Sollte es gelingen, Anlagen mit einer Gesamtleistung von 14 GW zu installieren, könnten die Ausbaukosten sogar um bis zu 39 Prozent sinken.

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Ausbau stockt

Bisher ist allerdings nur ein Bruchteil der geplanten Windparks in Nord- und Ostsee am Netz, Ende 2012 drehten Anlagen mit einer Leistung von gerade einmal 300 Megwatt.

Viele Investoren, ohne die die milliardenschweren Kosten nicht zu realisieren sind, halten sich zurück. Der Grund: Der sogenannte Sprinterbonus, der Betreibern für die ersten acht Jahre eine erhöhte Vergütung gewährt, gilt nur bis 2017. Wer jetzt mit dem Bau seines Parks beginnt, kann nicht sicher sein, dass dieser bis 2018 am Netz ist. Bei den Anschlüssen gab es in der Vergangenheit immer wieder Verzögerungen.

Der Präsident der Offshhore-Stiftung, Jens Eckhoff, forderte daher am Donnerstag verlässliche Rahmenbedingungen. Es gebe in Deutschland eine Reihe von Projekten in den Startlöchern. Ihnen fehlt die nötige Investitionssicherheit“, so Eckhoff.

 

Karsten Wiedemann
Keywords:
Offhsore-Wind | Windenergie | BIZZ-Exklusiv
Ressorts:
Markets

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