Die Vereinigten Staaten sind führend beim Ausstieg aus der Kohle unter den sieben führenden Industrienationen (G7). Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Londoner Think Tanks E3G, die am Mittwoch auf der Klimakonferenz in Bonn (hier lesen) präsentiert wurde. Deutschland belegt demnach den vorletzten Platz. 

Frankreich, wo dieses Jahr der UN-Klimagipfel stattfindet, kommt auf Platz zwei. Dann folgt Großbritannien, Kanada belegt den vierten und Italien den fünften Platz. Japan ist Schlusslicht. Der Vielinselstaat plant den Zubau von Kohlekraftwerken mit einer Leistung von 27 Gigawatt. Studienautor Chris Littlecott vom Think Tank E3G kommentiert: „Japan isoliert sich mit seiner Verhaftung in der Kohle, während die übrigen G7-Staaten alle auf einen Ausstieg zusteuern.“ 

Die Regierungen in Kanada, den USA und Großbritannien handeln laut Studie nach der Strategien „keine neue Kohle ohne CCS“. In Frankreich, Deutschland und Italien bricht der Markt für neue Investitionen ein. In Deutschland verzeichneten die Versorger zuletzt große finanzielle Verluste. Das Risiko für stranded assets steigt.

 

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(fotos: deposit)