Das weltweite Autogeschäft gerät nicht aus der Spur. Es trotzt der Russland-Krise, der Wirtschaftsflaute in einigen Schwellenländern und der steigenden Terrorgefahr im arabischen Raum. Mehr als 76 Millionen neue Pkw rollen in diesem Jahr zu den Kunden. Die Amerikaner nennen das „ever high“. Bereits im Jahr 2017 ist mit mehr als 80 Millionen Pkw-Neuwagen zu rechnen und noch vor dem Jahr 2025 wird wohl die Zielmarke von sage und schreibe 100 Millionen Neuwagen durchbrochen.

Von den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China bleibt indes nur noch das große ,C‘ als Wachstumsmotor übrig. Im Reich der Mitte werden noch vor Ende des Jahres 2016 mehr als 20 Millionen Pkw-Neuwagen auf die Straßen rollen.

Die BRIC-Staaten schwächeln

Die drei anderen Staaten schwächeln dagegen. Brasilien, bereits vor drei Jahrzehnten als riesiger Zukunftsmarkt gehandelt, bietet in nächster Zeit kein Wachstum. Brasilien ist eben ein klassischer ,Jo-Jo-Markt‘, der nach einem kolossalen Absturz in den 90er-Jahren zu einem neuen „Zwischenhoch“ ansetzte. Indien dümpelt mit weniger als drei Millionen Neuwagen-Verkäufen vor sich hin.

In Russland stehen die Zeichen sogar auf De-Industrialisierung. 2015 werden dort deutlich weniger als zwei Millionen Neuwagen verkauft werden, obwohl Analysten vor drei Jahren noch mit 3,5 Millionen Neuwagen rechneten. 

(Illustration: Valentin Kaden, Foto: deposit)