Internationale Presseschau
03.05.2013

Türkei vergibt Auftrag für zweites Atomkraftwerk

Das erste türkische Atomkraftwerk entsteht ab Mitte 2015. Nun erhielt ein japanisch-französisches Konsortium den Zuschlag für den Bau eines zweiten Mega-Kernkraftwerks. Die ressourcenarme Türkei will mit der umstrittenen Technik ihren wachsenden Energiehunger stillen.

Der Deal soll mit den Unterschriften des türkischen Staatschefs, Tayyip Erdogan, und des japanischen Premierminister, Shinzo Abe, in Ankara besiegelt werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. 

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Damit erhalten die japanischen Konzerne Mitsubishi und Itochu sowie Frankreichs Energieriese GDF Suez den Bauauftrag über eine rund 17 Milliarden Euro teure Atomanlage in Sinop, an der türkischen Schwarzmeerküste. Die Reaktor-Technik der Anlage, mit einer installierten Leistung von 4,5 bis 5 Gigawatt, kommt vom französischen Spezialisten Areva. 

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Auch die Türkei werde sich an dem Atomkraftwerk beteiligen, sagt der türkische Energieminister Yildiz. Die Höhe der Beteiligung sei offen. Noch Anfang April hatte Yildiz einen Medienbericht dementiert, wonach die Entscheidung für das japanisch-französische Konsortium damals schon gefallen sei. Auch Unternehmen aus Kanada, Südkorea und China haben sich um den Bau des Kraftwerks beworben. 

Das erste türkische Atomkraftwerk wird ab Mitte 2015 der russische Spezialist Rosatom in Akkuyu an der Mittelmeerküste aufbauen. 2019 soll die Anlage mit einer installierten Leistung von 4,8 Gigawatt in Betrieb gehen, die Baukosten liegen bei rund 15 Milliarden Euro. 

Erdogan möchte mit einem ambitionierten Atomprogramm die Abhängigkeit der Türkei von Öl- und Gasimporten senken und seinen wachsenden Energiehunger stillen. In den kommenden zehn Jahren sollen im Land am Bosporus mehrere Reaktoren entstehen.

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Redaktion
Keywords:
Mitsubishi | Türkei | GDF Suez | Itochu | Rosatom | Atomkraft
Ressorts:
Governance | Markets

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