Energieversorgung
04.06.2012

Tepco plant mit Schiefergas

Tepco
Das japanische Kernkraftwerk Fukushima Daiichi vor der Atomkatastrophe.

Der japanische Energiekonzern Tepco überlegt, künftig verstärkt US-Schiefergas einzukaufen, berichtet eine japanische Wirtschaftszeitung. Dadurch würden die Kosten im Vergleich zum derzeit importierten Flüssiggas halbiert.

Der japanische Energieversorger Tepco (Tokyo Electric Power Company) erwägt, ab 2016 verstärkt Schiefergas aus den USA zu importieren. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung The Nikkei. Dadurch würde Tepco die Hälfte der derzeitigen Kosten für LNG-Flüssiggas einsparen. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011 verbraucht Japan deutlich mehr Flüssiggas, um die fehlende Stromerzeugung durch Kernenergie zu kompensieren.

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Erst vor einigen Wochen hat der japanische Staat mehr als 50 Prozent der Stimmrechte bei Tepco übernommen. Der Energieversorger ist aufgrund des Atomunfalls vor einem Jahr in Schieflage geraten – im letzten Geschäftsjahr (bis 31. März 2012) verzeichnete der Konzern 7,5 Milliarden Euro Verlust. Nikkei zufolge will Tepco am heutigen Montag dem Wirtschaftsministerium METI seine Pläne vorlegen. Allerdings müsse das US-Energieministerium die Schiefergas-Exporte noch genehmigen, da es kein Freihandelsabkommen gebe.

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Niels Hendrik Petersen
Keywords:
Erdgas | Kernenergie | Atomausstieg | Energie | Energiehandel
Ressorts:
Markets

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