Bislang produziert der Elektroautopionier Tesla vor allem Batterien für seine eigenen Fahrzeuge und unter dem Namen Powerwall für Immobilien mit Aufdachsolaranlage. Das Unternehmen will aber nicht nur Sonnenstrom im Kleinen, sondern auch Windstrom im großen Stil speichern und damit jederzeit verfügbar machen. Bereits im Juli wurde bekannt, dass Tesla in Australien den Zuschlag bekommen hat, einen Windpark mit einer Batterie mit einer Kapazität von 129 Megawattstunden auszustatten.


In den USA teilte nun der einzige Betreiber von Offshore-Windparks - Deepwater Wind - mit, dass man im Bundesstaat Massachusetts eine 144 Megawatt Offshore Windfarm bauen wolle. Sie soll mit einer 40 Megawattstunden-Batterie von Tesla gepuffert werden. Zum Vergleich: Die größte, in Deutschland kommerziell genutzte Batterie der Wemag in Schwerin hat eine Kapazität von 14,5 Megawattstunden und dient der Netzstabilität.

"Die Menschen werden überrascht sein"


Deepwater-Wind-Vorstandschef Jeffrey Grybowski sagte bei der Vorstellung des Projekts: „Die Menschen werden überrascht sein, wie günstig und zuverlässig diese Clean-Energie-Kombination sein wird. Offshore-Wind ist Mainstream und schreitet in den USA nun mit großen Schritten voran.“ Deepwater Wind untersucht derzeit das zugesprochene küstennahe Seegebiet und erwartet, dass die Windfarm 2022 gebaut und 2023 in Betrieb gehen kann.

Pionier: Die Firma Deepwater Wind steht auch hinter der ersten Offshore-Anlage der USA, der Block Island Wind Farm vor der Küste von Rhode Island. (Foto: Deepwater Wind / Teaserfoto: Tesla)