Seltene Erden, ein Oberbegriff für verschiedene Metallarten wie etwa Neodym, gelten als ein strategisch wichtiger Rohstoff. Sie werden in immer mehr Cleantech-Anwendungen verbaut. Etwa als Permanentmagnete in Motoren für Elektroautos oder in Getrieben von Windanlagen.

China dominiert mit seien Vorkommen über 90 Prozent des Marktes. Andere Förderstätten etwa in den USA oder in Australien wurden geschlossen, weil sie preislich nicht mit den chinesischen Angeboten konkurrieren konnten. Im letzten Jahr drohte China seine Ausfuhren an seltenen Erden zu reduzieren.

Um sich aus der Abhängigkeit zu lösen, versuchen nun immer Staaten, neue Förderprojekte zu erschliessen. Die USA wollen etwa den Abbau des Hightech-Metalls in Mountain Pass reaktivieren.

Das Tantalus Projekt auf Madgaskar gilt als einer der größten Fördervorghaben außerhalb China. Die Thyssen Krupp Metallurgical Products will nun gemeinsam mit der Tantalus Rare Earth die Vorkommen und eine mögliche Förderung bewerten. Eine Abnahmeverpflichtung, die eine exklusive Versorgung des europäischen Marktes vorsieht, ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Beide Partner erwägen zudem die Schaffung einer Handelsplattform.