Elektromobilität
23.10.2018

E-Tretroller: Start-up Tier Mobility erhält 25-Millionen-Investment

Foto: Tier Mobility
Tier-Mobility-Gründer Julian Blessin, Lawrence Leuschner und Matthias Laug wollen in Europa expandieren.

Das Berliner Start-up Tier Mobility will mithilfe einer Finanzspritze europäischer Marktführer bei elektrischen Kick-Scootern werden. In Wien ist es vor Kurzem mit 250 Rollern gestartet.

Angeführt wird die 25-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde von dem skandinavischen Investmentsfonds Northzone. Auch die beiden bisherigen Investoren von Tier Mobility, SpeedInvest aus Wien und Point Nine aus Berlin, sind beteiligt. Sie hatten bereits zwei Millionen in das Start-up gesteckt, das sich mit seinen elektrischen Kick-Scootern nun an die Spitze des europäischen Marktes setzen will.

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Anders als in vielen anderen europäischen Ländern sind die kompakten, klassischen Tretrollern ähnelnden Vehikel in Deutschland allerdings noch nicht zugelassen. Die entsprechende „Elektrokleinstfahrzeuge“-Verordnung geht in Kürze in die Anhörung der Länder und Verbände.

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Für die letzte Meile

Die Tier-Roller lassen sich wie die bereits etablierten Leihräder oder E-Scooter verschiedener Anbieter per App mieten und innerhalb der Ausleihzone beliebig wieder abstellen. Sie sollen insbesondere für die „letzte Meile“, etwa zwischen Bahnhof und Arbeitsplatz, dienen und Pendler davon überzeugen, das Auto ganz stehen zu lassen. Zu den Tier-Gründern zählen die Serienunternehmer Lawrence Leuschner, Julian Blessin and Matthias Laug, die in der deutschen Start-up-Szene keine Unbekannten sind: Blessin etwa baute den E-Roller-Verleih Coup auf. 

Vergangene Woche startete Tier bereits in Wien mit 250 Rollern. Diese Flotte will das Start-up bald aufstocken und die Fahrzeuge in weiteren Städten Europas anbieten. „Die europäischen Städte können wegen ihrer hohen Bevölkerungsdichte und ihres politischen Engagements für niedrigere CO2-Emissionen besonders von Kohlendioxid-armen, leicht zugänglichen und bequemen Transportmitteln profitieren“, sagt Northzone-Partner Paul Murphy.

Große Wettbewerber aus den USA

Die größten Wettbewerber von Tier sind die US-Unternehmen Bird und Lime, die in Wien und anderen europäischen Städten bereits Kick-Scooter sowie Leihräder (Lime) anbieten.

Das Start-up verspricht eine einfache Nutzung der Zweiräder: Nach dem Download der App können Kunden freie Tier-Roller lokalisieren und ausleihen. Das Freischalten kostet einen Euro, danach liegt die Nutzungsgebühr bei 15 Cent pro Minute.

Einen ausführlichen Bericht zum boomenden Markt für Kick-Scooter lesen Sie in unserem nächsten Newsletter am Donnerstag, 25. Oktober. Dafür registrieren können Sie sich hier.

Lesen Sie auch: Blockchain soll Roller-Sharing einfacher machen

Jutta Maier
Keywords:
Elektromobilität | Neue Mobilität | Kick-Scooter | Tier Mobility
Ressorts:
Governance | Markets

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