Schottland will im Herbst 2014 in einem Referendum abstimmen, ob es weiter zu Großbritannien gehören wird. Der britische Energieminister Ed Davey ist überzeugt, dass die schottische Erneuerbaren-Industrie dadurch Schaden nehmen könnte. Nur in einem vereinten Britannien hätten schottische Unternehmen „ungehinderten Zugang zu mehr als 23 Millionen Haushalten und die integrierten Netze um diese zu beliefern“, außerdem würden die Investitionskosten besser verteilt werden können. Schottland allein hat nur etwa 2,5 Millionen Haushalte. Auch würde eine Abspaltung die direkte Konkurrenz beider Länder bedeuten. Bei Importen der Ökostromtechnik würde Schottland nicht mehr von den Engländern bevorzugt. Die kämen dann aus „Ireland, Norwegen oder von sonst wo“, sagte Davey.

Schottland verfügt über großes Potenzial bei Wind- und Meeresenergie. Die Strömung in der Meeresenge zwischen der schottischen Nordküste und den Orkney-Inseln, wo der Atlantik auf die Nordsee trifft, zählt zu den stärksten Strömungen der Welt. Zudem haben viele internationale Energiekonzerne wie Siemens und Gemesa eigene Standpunkte für Ökostrom in Schottland. Auch ist das Europäische Zentrum für Meeresenergie dort angesiedelt.

Der Eon-Windpark Scroby Sands in UK. (Eon AG)