Eine heute veröffentlichen Studie der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) sieht ein generelles Verbot der Technologie „auf Basis wissenschaftlicher und technischer Fakten“ als unbegründet an.

Seit Anfang des Jahres diskutiert der Bundestag das Gesetzespaket zum Fracking. Änderungen im Bundesbergrecht und im Wasserhaushaltsrecht sollen demnach Bohrungen oberhalb von 3.000 Metern zu Forschungszwecken beziehungsweise Probebohrungen erlauben. Diese befürwortet die Akademie, da es bisher nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen gebe, „so dass in der Regel in der gesellschaftlichen Diskussion die Gefährdung und das Risiko durch den Einsatz einer Technologie überbewertet und der Nutzen unterbewertet werden.“

Umweltschützer und Grünen-Politiker fordern dagegen ein generelles Verbot der Fracking-Technologie, da sie Umweltschäden, Erdbeben und Klimafolgen befürchten (hier lesen).
Industrievertreter indes begrüßen die Ergebnisse der Acatech-Studie. BDI Hauptgeschäftsführer Stefan Mair drängt auf die schnelle Umsetzung der Gesetzesvorlage: „Das Parlament ist gefordert, Planungssicherheit zu schaffen, um ein wesentliches Standbein der Rohstoffversorgung unseres Landes zu sichern.“

Heute geht das Gesetzgebungsverfahren in die nächste Runde: Der Umweltausschuss des Bundestages berät das Gesetz zur Änderung wasser- und naturschutzrechtlicher Vorschriften zur Untersagung und zur Risikominimierung bei den Verfahren der Fracking-Technologie.
 

(fotos: deposit)