Knapp 45 Prozent des in Europa genutzen Kupfers stammt aus Recycling. Das zeigt der aktuelle Bericht der International Copper Study Group (ICSG). Mit dieser Rekordquote übertrifft Europa den weltweiten Durchschnittswert um rund 11 Prozent.

Der globale Bedarf an Kupfer hat seit Mitte der 60er Jahre um 250 Prozent, von 5 auf 18 Millionen Tonnen, zugenommen. Die steigenden Zahlen sind ein Indikator dafür, dass das Edelmetall in der europäischen Industrie vermehrt verarbeitet wird. Gut so, denn die Verwendung von Kupfer spart Energie und senkt die CO2-Emissionen. „Kupfer spielt eine sehr wichtige Rolle beim nachhaltigen Wirtschaftswachstum der EU“, bestätigt Anton Klassert, Geschäftsführer des Deutschen Kupferinstituts. „Eine Tonne Kupfer, verarbeitet in einer elektrizitätsverbrauchenden Komponente oder thermischen Anwendung kann 200 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.“

Recyceltes Kupfer ist identisch mit dem, was in der Mine abgebaut wurde. Im Gegensatz zu anderen Materialien kann Kupfer immer wieder eingeschmolzen und unzählige Male verwendet werden, ohne seine Eigenschaften zu verlieren. Darüber hinaus können jährlich rund 900.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) durch Recycling eingespart werden, was dem EU-Ziel - der Reduktion von Treibhausgasemissionen um 20 Prozent bis zum Jahr 2020 - sehr entgegenkommt.

Ferner ist Kupfer aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften für viele Industriezweige, wie beispielsweise in der Telekommunikation, Energie und im Bauwesen, unentbehrlich. Das Edelmetall lässt sich leicht verarbeiten, korrosionsresistent und ist ein sehr leistungsfähiger Wärme- und Elektrizitätsleiter.

Rotes Metall mit rosiger Zukunft ( Michael Baudy / pixelio.de)