Uniper
22.08.2016

Uniper mit 3,9 Milliarden Verlust im ersten Halbjahr

Foto: Flickr / Frans Berkelaar
Uniper betreibt in Maasvlakte ein modernes Steinkohlekraftwerk.

Die neue Eon-Sparte muss vor dem Börsengang Kraftwerke abschreiben und rechnet mit hohen Verlusten im Geschäft mit Gasspeichern.

 

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Für Anfang September plant der Energiekonzern Uniper, den Prospekt für den Börsengang zu veröffentlichen. „Voraussichtlich Mitte September sollen dann Uniper-Aktien erstmals an der Börse gehandelt werden“, teilte der Konzern am Montag mit. Aktionäre bekommen dann für jeweils zehn Eon-Aktien zusätzlich einen Anteilsschein von Uniper ins Depot gebucht.

Im ersten Halbjahr nach der Abspaltung weist Uniper einen Fehlbetrag von 3,9 Milliarden Euro aus. Schuld waren vor allem Abschreibungen auf Kraftwerke und Gasspeicher in Europa, die mit 2,9 Milliarden Euro zu Buche schlugen. Im Geschäft mit Gasspeichern erwartet der Konzern darüber hinaus für das laufende Jahr Verluste von 0,9 Milliarden Euro.

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Russisches Kraftwerk fällt bis 2018 aus

Positiv wertete Finanzvorstand Christopher Delbrück die Inbetriebnahme des neuen Steinkohlekraftwerks Maasvlakte 3 im Rotterdamer Hafen, der Meiler erwirtschafte Gewinn. In Russland muss Uniper allerdings einen Rückschlag verkraften. Die Behebung von Brandschäden im Kraftwerk Beresowskaja 3 werde sich bis Mitte 2018 hinziehen. Der Gewinn in der internationalen Stromerzeugung brach im ersten Halbjahr auf fünf Millionen Euro ein – gegenüber 150 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Stütze des Uniper-Geschäfts war der globale Energiehandel. Der Beitrag zum EBITDA erhöhte sich von 0,4 auf 1,2 Milliarden Euro. Wesentlichen Anteil an der Steigerung hatten neu verhandelte Konditionen für Gaslieferungen aus Russland. Insgesamt erhöhte sich das bereinigte EBITDA von 1 auf 1,5 Milliarden Euro.

Manuel Berkel
Keywords:
Uniper | Eon | Maasvlakte | Russland | Niederlande | Beresowskaja | Kohlekraftwerk
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