Protektionismus
30.07.2012

US-Strafzölle gegen chinesische Windanlagenhersteller

Studio 44, Pixelio.de
Ein Windpark in den USA. Diskutiert werden derzeit die Preise für Stahltürme.

Nach der Solarindustrie bekommen auch amerikanische Windmüller Unterstützung vom Handelsministerium: Asiatische Türme für Windturbinen werden mit hohen Strafzöllen belegt.

Chinesische Hersteller müssen in den USA Strafzölle in Höhe von 20,85 bis 72,69 Prozent auf Stahltürme für Windkraftanlagen zahlen, weil sie ihre Importe unter Produktionskosten verkauft haben. Diese Vorentscheidung verkündete das US-Handelsministerium am Freitag in Washington, wie die New York Times berichtete.

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Das Ministerium erklärte zudem, dass ein ähnliches Preisdumping bei vietnamesischen Unternehmen vorliegt. Es verhängte einen Strafzoll von 59,91 Prozent.

Bereits vier Mal in diesem Jahr fällte das Handelsministerium Entscheidungen zugunsten der US-Wind- und Solarindustrie und damit gegen asiatische Hersteller – allen voran aus China. Bei Solaranlagen greifen bereits Protektionsmaßnahmen. Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China sind zunehmend von Spannungen gekennzeichnet. Hintergrund ist, dass Chinas Industrie stetig mehr Ökostromanlagen ins Ausland verkauft. Der chinesische Staat vergibt dabei besonders günstige Kredite an die Unternehmen.

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Niels Hendrik Petersen
Keywords:
Windenergie
Ressorts:
Markets

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