Internationale Presseschau
24.01.2014

US-Behörden untersuchen Schlupfloch für chinesische Solarimporte

In den USA untersuchen die Behörden die Produktionsstrategien chinesischer Modulhersteller. Indem diese Solarzellen aus Taiwan verbauen, umgehen sie US-Antidumping-Zölle, so der Vorwurf der US-Tochter von Solarworld.

US-Handelsbehörden haben am Donnerstag Untersuchungen beim Import von Photovoltaik-Produkten aus China und Taiwan begonnen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Ende 2013 hatte die US-Tochter des Bonner Konzerns Solarworld geklagt. 

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Solarworld erhob dabei den Vorwurf, dass chinesische Modulhersteller Strafzölle in den USA umgingen. Mit Modulen unter dem Marktpreis würden die Chinesen die Solarindustrie in den USA und anderen Ländern vernichten. Als ein Beispiel dafür nennt ein Sprecher das Aus einer Modulfabrik des japanischen Herstellers LDK Solar im US-Staat Tennessee.

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Solarzellen kommen aus Taiwan

Im Oktober 2012 legte die US-Regierung gepfefferte Einfuhrzölle für chinesische Solarprodukte auf. Davon ausgenommen waren jedoch chinesische Module, deren Solarzellen in anderen Ländern produziert wurden. Chinas Modulbauer haben reagiert und ihre Solarzellen zunehmend aus Taiwan bezogen. 

Sollte die US-Regierung dieses Schlupfloch schließen, könnte das große Auswirkungen auf den schnell wachsenden Solarmarkt in den USA haben, schreibt Reuters. Dabei gehen die Meinungen über eine Verschärfung der Antidumping-Regeln auseinander. 

Jigar Shah, Präsident der Coalition for Affordable Solar Energy, sieht die Initiative von Solarworld kritisch. „Wegen des weltweiten Preiswettbewerbs konnten wir die Installationskosten wesentlich verringern“, sagt Shah. Das habe bis dato über 119.000 Jobs geschaffen. 

 

Daniel Seeger
Keywords:
USA | Internationale Presseschau | Anti-Dumping-Verfahren | Strafzölle | Photovoltaik
Ressorts:
Governance | Markets

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