Der jüngste Monatsbericht der U.S. Energy Information Administration wird von den Befürwortern erneuerbarer Energien derzeit gerne als Siegesmeldung zitiert. Aus dem Bericht geht nämlich hervor, dass die erneuerbaren Energien in den USA ungebremst weiterwachsen, trotz der skeptischen Haltung der Regierung Trump.

Das stärkste Wachstum verzeichnen in den ersten neun Monaten Photovoltaik und Solarthermie. Deren Stromproduktion ist um über 40 Prozent gestiegen und steht nun für zwei Prozent der US-Stromproduktion. Deutlich gestiegen ist auch die Produktion von Wasserkraftwerken (15 Prozent), Windkraftanlagen (11,5 Prozent), Geothermie (2,9) und Biomasse (1,6). Ohne die Wasserkraft kommen die erneuerbaren Energien in den USA somit auf einen Strommarktanteil von zehn Prozent, beziehungsweise die Windkraft alleine für sich auf sechs Prozent.

Photovoltaik spielt immer größere Rolle

Ganz anders dagegen die fossilen Energien: Atom- und Kohlekraftwerke produzierten in den ersten neun Monaten jeweils 1,5 Prozent weniger Strom, Gaskraftwerke elf Prozent weniger. Und obwohl Öl und andere Kraftstoffe in den USA weniger als ein Prozent zur Stromerzeugung beitragen, ist deren Stromproduktion weiter um 17 Prozent gesunken.

Die US-Photovoltaik-Lobby feiert insbesondere auch die Nachricht, dass die Produktion von Sonnenstrom in allen Bundesstaaten gestiegen ist, sowohl in South-Dakota, das nicht einmal eine Gigawattstunde produziert hat, bis hin zum Photovoltaik-Staat Kalifornien mit 25 Gigawattstunden. Nach Kalifornien sind die größten Solarstromerzeuger unter den 50 Bundesstaaten Arizona, North Carolina, Nevada, New Jersey, Texas, Massachusetts, Georgia, Utah und Colorado.

Zu den größten Beziehern von Strom aus erneuerbaren Energien zählen in den USA wiederum: Google, Amazon, das Militär, Microsoft, Facebook, Wal-Mart, Dow Chemical und der Rechenzentrenbetreiber Equinix.

Windkraftanlage vor der Skyline von Cleveland, Ohio. (Foto: iStock)