Die amerikanische Umweltbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) bescheinigt US-Präsident Barack Obama enorme Umweltrisiken, würde die Ölpipeline Keystone XL gebaut. Das geht aus einem kürzlich versendeten Brief von Cynthia Giles, Spitzenbeamtin der EPA, an den US-Präsidenten hervor, wie das National Journal am Dienstagnachmittag berichtete.

Angesichts des fallenden Ölpreises wachse die Wahrscheinlichkeit, dass die Verbrennung des Ölsandes steige, sollte der Pipelinebau genehmigt werden. Nach Angaben von Giles könnten durch das transportierte Öl zusätzliche Treibhausgase freigesetzt werden, die dem Ausstoß von acht Kohlekraftwerken entsprächen.

Das Gutachten ist von großer politischer Relevanz. Obama stellte 2013 in einer Rede klar, er werde den Pipeline-Ausbau nur unterstützen, solange die CO2-Emissionen in Amerika gedeckelt und die Klimaschutzziele der USA eingehalten würden.

Der von Republikanern dominierte Kongress votierte Anfang 2015 für ein Gesetz, dass den Präsidenten zum Pipelinebau zwingen würde. Obama kündigte an, in diesem Fall sein Veto einzulegen.

foto: depositphotos: (San Francisco: Proteste gegen Keystone Pipeline.)