Energiewende
12.07.2012

Vattenfall klagt gegen Atomausstieg

Als dritter Konzern hat nun auch der schwedische Staatskonzern eine Klage beim Verfassungsgericht gegen die Abschaltung seiner Kernkraftwerke eingereicht.

Nach Eon und RWE erhebt auch Vattenfall Einspruch gegen den Entschluss der Bundesregierung insgesamt acht Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen. Die Klage sei vor kurzem an das Verfassungsgericht geschickt worden, sagte eine Vattenfall-Sprecherin am heutigen Donnerstag in Berlin gegenüber der Nachrichtenagentur DPA.

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Es gehe jedoch nicht darum, die Energiewende in Frage zu stellen. „Wir vertreten vielmehr die Auffassung, dass es sich um einen Eingriff in unser verfassungsrechtlich geschütztes Eigentum handelt“, so die Sprecherin. Deshalb fordere Vattenfall nun Schadenersatz, zur Höhe der Forderungen machte der Konzern keine Angaben.

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Vattenfall hatte die beiden Atommeiler Brunsbüttel und Krümmel in Schleswig-Holstein zusammen mit Eon betrieben – nach der Atomkatastrophe von Fukushima gingen beide vom Netz. An Krümmel hält Vattenfall 50 Prozent der Anteile, an Brunsbüttel sogar zwei Drittel. In den vergangenen Jahren sind nach Unternehmensangaben in beide Kernkraftwerke rund 700 Millionen Euro geflossen.

Niels Hendrik Petersen
Keywords:
Atomausstieg | Atomkraftwerk | Vattenfall
Ressorts:
Markets

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