Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat den Auftrag zum Bau eines neuen Heizkraftwerks vergeben. Das spanische Unternehmen Iberdrola soll das Kraftwerk mit Gas- und Dampfturbinen (GuD) errichten. Die Leistung des Kraftwerks werde demnach bei 230 Megawatt Fernwärme und 300 Megawatt Strom liegen. Der Neubau im Stadtteil Lichterfelde soll im Vergleich zum bestehenden Heizkraftwerk mehr als 100.000 Tonnen CO2 einsparen und 2016 in Betrieb gehen.

Das mehrere 100 Millionen Euro teure Projekt ist Teil einer Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin. Vattenfall investiert nach eigenen Angaben insgesamt fast zwei Milliarden Euro in der Hauptstadt.

Andere nehmen Kraftwerke vom Netz

Der norwegische Energiekonzern Statkraft stellt sein Kraftwerk in Landsbergen in Kaltreserve. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei in der momentanen Marktlage ausgeschlossen, sagte Statkraft-Chef Jürgen Tzschoppe. Auch das Gaskraftwerk Irsching 5 überlegen die Betreiber um den Energiekonzern Eon stillzulegen.

Das Problem: Selbst effizientere Anlagen laufen aufgrund der schwierigen Marktsituation kaum, weil Kohlekraftwerke billigeren Strom anbieten. Grund: Die CO2-Zertifikate sind derzeit mit knapp drei Euro pro Tonne zu billig. Dennoch sind flexible Gaskraftwerke für die Integration von mehr Ökostrom erforderlich. 

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