Frage des Monats
18.02.2016

"Viele Gründe für Stromflatrate"

foto: enovos
Hans-Martin Huber-Ditzel.

Topmanager und Politiker haben die Frage des Monats von bizz energy im Februar beantwortet. Sie lautet: "Kommt die Flatrate für den Strommarkt?“ Lesen Sie hier die Antwort von Hans-Martin Huber-Ditzel, Geschäftsführender Direktor von Enovos Deutschland.

 

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Da bin ich mir relativ sicher, dass es ein solches Produkt geben wird. Neben der Analogie zur Telekommunikation sprechen viele Gründe dafür. Das Stromnetz ist die zentrale Infrastruktur der Energiewende. Während früher der Strom von ca. 200 Kraftwerken über die verschiedenen Netzebenen an die Verbraucher transportiert wurde, hat mit der Energiewende das Stromnetz immer mehr kleine, dezentrale Erneuerbare Erzeugungsanlagen in das Netz zu integrieren. Bedingt durch die „stochastische“ Verfügbarkeit der Erzeugung aus Wind und PV-Anlagen sinkt damit die durchschnittliche Auslastung des Stromnetzes. Es wird immer schwieriger, die kapitalintensiven Infrastrukturkosten des Stromnetzes (mit einer Abschreibungsdauer von 40 Jahren) mehrheitlich über Arbeitspreise pro kWh zu refinanzieren. Der Weg zu höheren Grund- oder Leistungspreisen ist somit vorgezeichnet. Die Strom-Flatrate ist nichts anderes als eine besondere Ausprägung dieser Entwicklung.  

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Wann es die Strom-Flatrate als Produkt in größerem Umfang geben wird, hängt im Wesentlichen von der Weiterentwicklung der Struktur der Netzentgelte und den Rahmenbedingungen für die Digitalisierung ab.

 
Hans-Martin Huber-Ditzel
Keywords:
Flatrate | Strom | Infrastruktur | Stromnetz | Erneuerbare | Frage des Monats
Ressorts:
Markets | Community

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